Rezepturen mit nachhaltigem Anspruch

Für unsere Gäste ein nachhaltiges Speiseangebot zu generieren ist für uns erklärtes Ziel.

Zugegebenermaßen ist die Erreichung mitunter mit Stolpersteinen verbunden.

Was genau verstehen wir unter einem nachhaltigem Speiseangebot:

  1. Wir verzichten konsequent auf künstliche Zusatz- und Aromastoffe innerhalb der hauseigenen Herstellungsverfahren.
  2. Wir stellen unsere Torten, Kuchen & Kekse ausschließlich selbst her. Daher können wir zu jedem Produkt genaue Auskunft zu Inhaltsstoffen und Allergenen geben. Sonderwünsche auf Vorbestellungen sind für uns möglich: Ob glutenfreie oder laktosefreie Torte, oder das Dinkelbrötchen zum Frühstück. Wir stehen für individuelle Lösungen.
  3. Einsatz regionaler und saisonaler Ware hat für uns oberste Priorität. Einen Pflaumenkuchen zu Ostern werden wir genau wie einen Erdbeerkuchen im Herbst nicht im Angebot haben. Wir verwenden, wo immer es möglich ist, die zur Saison passenden Früchte und achten beim Einkauf auf die Regionalität.
  4. Wir erwarten Nachhaltigkeit auch von unseren Lieferanten. Oberste Priorität kommt dabei dem Kaffeelieferanten bzw. Kaffeeröster zu. Wir haben uns nicht nur aufgrund der hervorragenden Qualität der Kaffee-, Kakao- und Teelinien unseres Lieferanten Azul Kaffee in Bremen für diesen entschieden. Wir zitieren Manuela Seegers, Marketingleiterin Azul Kaffee Bremen:  „Die Menschen, mit denen wir zusammen arbeiten, sind das wichtigste Kapital. Daher steht die Nachhaltigkeit unseres Handelns an erster Stelle. Deshalb unterstützen wir zum einen die 4C Association und tragen auf diese Weise dazu bei, für angemessene Arbeits- und Umweltstandards in den Anbauländern zu sorgen. Zum anderen bieten wir natürlich als Mitglied im „Fairtrade“-System auch mit Cerro Verde, unserer mit dem Bio- und Fairtrade-Siegel ausgezeichneten Range, Produkte aus fairem Handel, die den Produzenten ein verlässliches Einkommen sichern. Diese Überzeugung leben wir selbstverständlich auch in unserem eigenen Hause. Seit über 16 Jahren gibt es bei Azul eine Arbeitsgruppe der Behindertenwerkstätten Bremen, die geistig behinderten Menschen einen festen Arbeitsplatz ermöglicht und damit einen wichtigen Beitrag für ein selbstbestimmtes Leben garantiert.“  Quelle: fizzz.de

 

Zusatzstoffe

Bei uns können Sie Kuchen- und Tortenkreationen ohne künstliche Zusatzstoffe natürlich genießen:

  • Wir backen nur mit natürlichen Aromen und Zusatzstoffen
  • Wir verzichten konsequent auf künstliche Aromen, Phosphat-Zusätze, künstliche Farbstoffe oder Konservierungsmittel in unseren Produkten

 

Was aber versteht man unter Zusatzstoffen? Was muss in der Nahrungsmittelindustrie deklariert werden und was nicht? Und was ist an Zusatzstoffen trotz fehlender Deklarationspflicht nicht gesund oder gar schädlich für unseren Körper?

Wir versuchen ein wenig aufzuklären aufgrund langen Erfahrungen mit diesem Thema, manches wird Sie sicher überraschen.

Grundsätzlich müssen Zusatzstoffe aus folgenden Gruppen in der Gastronomie kenntlich gemacht werden:

  • Farbstoffe
  • Konservierungsstoffe
  • Antioxidationsmittel
  • Geschmacksverstärker
  • „geschwefelt“ (Konservierungsstoff)
  • „geschwärzt“ (Stabilisatoren)
  • „gewachst“ (Überzugmittel)
  • „Phosphate“ (Stabilisatoren)
  • Süßungsmittel
  • „koffeinhaltig“
  • „chininhaltig“

 

Selbstgemachte Köstlichkeit garantiert ohne Zusatzstoffe im Hofcafé No. 19

 

Leider unterscheidet die Verordnung über die Kennzeichnung dieser Zusatzstoffe allerdings nicht zwischen schädlichen synthetischen Zusatzstoffen und natürlichen Stoffen. Hier muss sich also im Zweifel jeder selbst mit dem Thema auseinandersetzen. Des Weiteren gibt es eine Menge an Zusatzstoffen, die überhaupt nicht deklariert werden müssen. Aber dazu später, beginnen wir mit den Farbstoffen.

So nehmen wir beispielsweise den gelben Farbstoff E101 (Riboflavin) und den Farbstoff E104 (Chinolingelb). Beides muss deklariert werden. E101 ist nichts anderes als Vitamin B2, welches in Milch vorkommt. E104 wird künstlich hergestellt und steht im Verdacht, Allergien, Hyperaktivität und Krebs auszulösen bzw. zu fördern. Gerade bei Farbstoffen gibt es eine Vielzahl von Farben, die aus Gemüse oder Obst gewonnen werden und absolut unschädlich sind. In der industriellen Fertigung werden diese allerdings selten benutzt, da die Anschaffung oftmals deutlich teurer ist, als die Verwendung von künstlichen Aromen. Rot, gelb und grün sind ideale Beispiele dafür, da diese Farben in der Natur häufig vorkommen.

Werfen wir einen Blick auf die Konservierungsstoffe so stellen wir fest, dass es keine „unschädlichen“ Zusatzstoffe gibt. Sinn der Konservierungsstoffe ist schließlich das unschädlich machen von Bakterien oder Pilzen. Oftmals lassen sich aber Konservierungsmittel bei Fleisch- oder Wurstwaren nicht vermeiden. In unserem Hofcafe wird es diese aber grundsätzlich nicht geben müssen.

Interessant ist die Gruppe der böse klingenden Antioxidationsmittel. Diese sollen dafür sorgen, dass die Qualität eines Produktes nicht durch Luft (Sauerstoff) leidet. Die meisten der Zusatzstoffe sind aus unserer Sicht eher ungefährlich und werden aus pflanzlichen Ölen, Vitamin C oder Salzen gewonnen. Kritisch sind die Gruppen der sogenannten „Gallate“. Diese stehen im Verdacht Dermatitis, Magenprobleme und Hyperaktivität zu fördern.

Geschmacksverstärker gelten allesamt als nicht gesundheitsförderlich. Gerade das häufig in Chips, Fertiggerichten oder Wurst- und Fleischwaren verwendete Natriumglutamat soll Asthma, Krebs und Allergien fördern. Wir meiden Produkte mit solchen Inhalte schon seit langem…

Ebenfalls eine große Gruppe sind die genannten Süßungsmittel. Die wohl bekanntesten sind die Inhaltstoffe der „light-Produkten“ wie Aspartam oder Saccharin. Diese sollen ebenfalls Allergien auslösen.

Emulgatoren müssen seltsamerweise nicht deklariert werden. Die meisten sind harmlos und werden natürlich hergestellt. Aber so gibt es zum Beispiel einen Emulgator mit dem sympathischem Namen „Polyoxyethylen-sorbitanmonostearat“. Dies ist ein künstlich u.a. aus Ethylen hergestellter Stoff. Wir sind der Meinung, so etwas sollte deklariert werden müssen.

Zum Ende kommen wir zu unseren Highlights der Zusatzstoffe, die nicht gekennzeichnet werden müssen:

  1. Vanillin: Was soll daran schlecht sein, werden sich viele fragen. Ist doch schließlich fast überall enthalten… Nun unsere Sicht dazu: Vanillin ist ein sogenannter naturidentischer Aromastoff und hat den korrekten Namen: „4-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd„. Hergestellt wird es aus anfallenden Sulfitabfällen der Papierindustrie. Wir bevorzugen daher ausschließlich echte Vanille. Vanillin ist bei uns tabu.
  2. Carrageen (E407): Ist als Verdickungsmittel in vielen Joghurts, Kompotts, Puddings, künstlichen Aromen, etc. enthalten. Carrageen muss nicht deklariert werden, da es als unschädlich gilt. Allerdings gibt es viel Literatur, die auf Geschwürbildungen und Imunerkrankungen in Tierversuchen hinweisen. Auch hier gilt bei uns: Tabu!
  3. Palmfett / Palmöl: Palmöl ist in vielen süßen Cremes, Aufstrichen oder Knabbereien enthalten. Das macht es aber aus unserer Sicht nicht attraktiver. Das Bundesinstitut für Risikobewertung schrieb dazu vor drei Jahren: „Beim Erhitzen von fett- und salzhaltigen Lebensmitteln kann 3-MCPD *… als unerwünschter Stoff entstehen. Die Substanz löst im Tierversuch ab einer bestimmten Dosierung Tumore aus.“ Palmöl haben wir demnach ebenfalls verbannt.      * Fettsäureester (hohe Konzentration in Palmöl)

 

Besuchen Sie uns und überzeugen Sie sich von vollkommener, natürlicher Qualität.

Der Mensch hat oberste Priorität

„Das Personal ist das wichtigste Gut!“

Diesen Satz hört oder liest man von fast jedem Personalleiter und wirkt leider so oft nicht ganz ernst gemeint.

Auch wenn wir „nur“ als Familienbetrieb mit Aushilfskräften aktiv sind, steht für jeden, der seine Arbeitszeit für unser Hofcafé verbringt die Gesundheit an oberster Stelle. So ist ein „betriebliches Gesundheitsmanagement“ zusammen mit einem befreundeten Physiotherapeuten, Thomas Freimann aus Jever, längst integriert. Dies ist nicht nur mit Spaß verbunden, sondern hilft auch, den manchmal langen und harten Arbeitsalltag der Gastronomie gut zu überstehen.

Neben den gesundheitlichen Themen ist auch die Kommunikation zum nachhaltigen Anspruch und die gegenseitige „Kontrolle“ eine gut funktionierende Maßnahme.

Klima-Bilanz

Der Einsatz von regionaler und saisonaler Ware hat bei uns Priorität. Abkehr von to-go-Bechern!

Wo immer es möglich ist, kaufen wir bei landwirtschaftlichen Betrieben vor Ort ein und achten damit automatisch auf die Klimabilanz der hergestellten Produkte.

Die beliebten Coffee-to-go-Becher sind bei uns tabu. Laut einer Studie der Deutschen Umwelthilfe e.V. benötigt man zur Herstellung sämtlicher in Deutschland verbrauchter Coffee-to-go Becher  soviel Energie, wie 1.000.000 Musterhaushalte deutschlands pro Jahr an Energie verbrauchen. Zur Herstellung dieser Becher werden weiterhin etwa 43.000 Bäume pro Jahr gefällt sowie soviel Wasser verbraucht, wie 32.000 deutsche Bürger pro Jahr. Und das bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von gerade einmal 15 Minuten.

Durch die Nutzung von Mehrwegbechern könnten theoretisch fast 3.000.000.000 (3 Milliarden) Becher pro Jahr in Deutschland eingespart werden.

An jeder Stelle unserer Herstellungsprozesse hinterfragen wir die Klimabilanz jedes Produktes kritisch. So sind stetige Verbesserungen der Klimabilanz unser Ziel.

Im übrigen bekommen Sie jedes Heißgetränk auch als „to-go“ von uns: Bringen Sie einfach Ihren eigenen Becher mit. Im Sinne der tadellosen Hygiene bei uns sei erwähnt, dass der Becher zu keiner Zeit mit unseren Maschinen in den direkten Kontakt gelangt.

Energie- und Müllmanagement

Energiesparende Geräte und „Waste“-Management gehören zum Unternehmensalltag.

Hocheffiziente Technik, LED-Beleuchtung, bestmögliche Wärmedämmungen und funktionierende Mülltrennung sind die Kernmaßnahmen in Bezug auf Nachhaltigkeitbei der Energiebeschaffung und Müllentsorgung.

Dieses erreichen wir durch den Einsatz bestmöglicher Dämmmaterialien im baulichen Bereich, sowie den ausschließlichen Einsatz hocheffizientester und energiesparender Technik bei energieintensiven Ausstattungen, wie Backöfen, Induktionsherden, Rührgeräten, Kaffeemaschine, Heizung oder Kühlhaus. Der bezogene Strom besteht größtenteils aus erneuerbaren Energien.

Funktionierende Mülltrennung und ein Bewusstsein zum Recycling komplettieren unseren Anspruch an Nachhaltigkeit.